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Tödliches Geheimnis (2 DVDs) - Die legendären TV-VierteilerQuelle: amazonEAN: 4010324025685 7,00 EUR
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Features
FSK 12Beschreibung
Tödliches Geheimnis DVKunden Meinungen
Günter Maria Halmer auf dem Höhepunkt
Datum:12.03.2010 - Rating: 4/5Dieser Film lebt von der Darstellung Günter Maria Halmers, der am Ende dermaßen authentisch agiert, daß man davon nicht unberührt bleiben kann. Dieser Tragik kann man sich kaum entziehen, ganz stark. Und man wünscht sich mehr solche Filme mit GMH der doch in den letzten Jahren sehr viel seichte und seichteste Kost servierte, schade, nach dem Charlie und diesem Vierteiler. Großes Manko dieser TV-Reihe sind für mich die Längen im dritten Teil. Ansonsten gelungen, sicher für die häutige Zeit erstmal wieder gewöhnungsbedürftig wg. der "Langsamkeit" (Slow Motion)und mangelnder vordergründiger Action.
Überzeugend
Datum:01.02.2010 - Rating: 4/5Dieser Vierteiler überzeugt auf der ganzen Länge. Günter Maria Halmer als englischer Gentleman Falkland macht in allem eine gute Figur: ob als Fechter, Reiter, Gedichteschreiber, Philosoph, Kunstliebhaber, Adeliger - keinen Moment lang glaubt man, einen deutschen Schauspieler zu sehen. M. E. sollten mehr Filme von diesem Format gedreht werden, das ist sicher auch für die Schauspieler interessanter und befriedigender.
Der Inhalt ist interessant aufbereitet. Im ersten Teil wird einiges durch Rückblenden erzählt, was nicht weiter stört, da sie spannend aufgemacht sind. Als einziges Handlungsmanko empfinde ich den Mangel einiger Figuren an Proaktivität. Wenn ich weiß, dass mich jemand auf der Abschussliste hat, warte ich nicht, bis er mich vor Kimme und Korn hat, sondern unternehme bereits Schritte, das Unglück abzuwehren.
Die Verwandlungen, die einige Charaktere durchmachen, sind monströs und erschreckend (was einen Großteil der Spannung ausmacht), jedoch keineswegs unglaubwürdig.
Die bereits erwähnten Längen sind an einigen Stellen vorhanden - schade. Hier hätte man Belanglosigkeiten kürzen, dafür die Bestrafung einiger Unholde hinzufügen können - der epischen Gerechtigkeit willen.
Dennoch ein überzeugendes Gesamtwerk, das eine sozialkritische Aussage hat und sich keinesfalls vor anderen Werken verstecken muss.
Überraschung
Datum:06.02.2008 - Rating: 4/5Ich bewerte diesen Mehrteiler so gut, weil ich überrascht worden bin durch
eine interessante Geschichte und gute bis sehr gute schauspielerische Leistungen. Vorallem Günter-Maria Halmer gefiel mir ausgezeichnet.
Die Nebenfiguren werden mit mehr Interesse behandelt als das heute in Filmen
mit ähnlichem Anspruch die Regel ist.
Der Film ist in einem Gebiet in England gedreht worden, das weder industriell noch landwirtschaftlich sehr erschlossen war, so hat man den Eindruck hoher Authentizität.
Ein kleines Manko: Im Bonusteil wird erwähnt, dass der Film bei der Erstaus-
strahlung wegen Längen kritisiert worden ist. Und das habe auch ich so empfunden: Der Film ist insgesamt interessant, aber an manchen Stellen
hätte er straffer erzählt werden können.
Dennoch: Sehenswert.
Sozialkritischer, spannender Historienkrimi !
Datum:28.11.2007 - Rating: 5/5Jedem, der sich für Geschichte interessiert und gleichzeitig ein spannendes Stück Unterhaltung sucht, kann "Tödliches Geheimnis" wärmstens empfohlen werden.
Besonders hervorzuheben ist, dass der Autor der Romanvorlage, William Godwin, selbst im England des ausgehenden 18. Jahrhunderts lebte und sein Werk insofern die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse authentisch wiedergibt. Ob seiner starken Kritik an den sozialen Zuständen hatte der damalige englische Premierminister Pitt (1759-1806), sogar erwogen, das Buch "Die Abenteuer des Caleb Williams" verbieten zu lassen, später jedoch davon Abstand genommen, da sich ärmere Bevölkerungsschichten ohnehin keine teuren Bücher leisten könnten. Insofern hat Godwin damals mit seiner Erzählung in ein regelrechtes Wespennest gestochen.
Ein Stück der Brisanz des Themas ist auch im vorliegenden Film zu spüren, der die Romanvorlage liebevoll und stilecht umsetzt. Die Schauspieler, allen voran Günther Maria Halmer, brillieren durch hervorragende Leistungen. Behutsam wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der bis zum Schluss des Films anhält. Interessant sind vor allem die Dialoge, die sehr viel über Denkhaltung und Wertvorstellungen der damaligen Zeit zum Ausdruck bringen. Auch erfährt man viel über das englische Justizsystem um 1800, in dem Stand und wirtschaftlicher Reichtum oft mehr bedeuteten als die Wahrheit.
Ich muss sagen, dass ich den Film damals im Fernsehen nicht gesehen habe und mir die DVD allein aus Interesse am Thema (und nicht etwa nostalgischen Gründen) gekauft habe. Der Film war wirklich sehr fesselnd und bewegend.
Für Fans gut recherchierter Historienfilme gilt: Unbedingt kaufen !!!
Für mich einer der besseren Adventsvierteiler
Datum:18.10.2007 - Rating: 5/5Ich kann mich der -wenn auch verhaltenen Kritik- meines Vorrezensenten nicht anschließen. Für mich ist "Tödliches Geheimnis" bzw. "Caleb Williams oder Die Dinge wie sie sind", wie die Romanvorlage im Originaltitel heißt, nach wie vor einer der besseren Adventsvierteiler.
Natürlich besteht bei diesen immer ein wenig die Gefahr der nostalgischen Verklärung, aber richtet sich Concorde mit der längst überfälligen Veröffentlichung dieser meist filmischen Glücksfälle nicht in erster Linie an ein Publikum, das diese Vierteiler nur allzu gut in warmer Erinnerung behalten hat?
Freilich kann das Tempo nicht mit dem des aktuellen (aber häufig mit Sinneseindrücken überfrachteten) Kinos mithalten. Sieht man sich jedoch die recht hölzerne, wenn auch ambitionierte Roman- oder fast schon Berichtvorlage an, so muss man feststellen, dass dramaturgisch ein Optimum daraus gewonnen wurde.
Es wurde viel Wert auf eine genaue Zeichnung und Entwicklung der tragenden Charaktere gelegt und weniger auf beschleunigende Elemente.
"Tödliches Geheimnis" ist zuweilen weniger dramatisch als vielmehr episch und in seinem Erzähltempo sicher auch langsamer als die meisten anderen Adventsvierteiler. Der Spannungsbogen ist subtil, zieht sich meiner Meinung nach aber sinnvoll über die gesamte Länge bis zum Ende hin.
Darüber hinaus besitzt der Film eine der schönsten Filmmusiken der gesamten Reihe (ein weiteres Mal von Hans Posegga).
Mick Ford spielt den aufbegehrenden, aber von allen Seiten immer wieder umhergeworfenen Helden oder vielleicht auch Antihelden wie ich meine überzeugend, herausstechend sind natürlich Günther Maria Halmer, der den Wandel vom rousseauhaften liberalen englischen Gentleman zu einer an ihrer Schuld zerbrechenden zutiefst tragischen Figur mit Bravour meistert. Aber auch die Rolle des Forester, der, ebenso wie Falkland Caleb in Sympathie zugewandt, unterschiedlicher als sein Stiefbruder nicht sein könnte, ist glänzend besetzt.
Die Ausstattung ist zufriedenstellend, wenn auch nicht gerade üppig. So fehlt eine englische Tonspur; es wäre interessant gewesen zu hören, wie G.M.Halmer den Tonfall eines Angehörigen der englischen Upperclass mit damals angeblich großem Erfolg zu imitieren versuchte.
Jedoch liegt ein wie immer liebevoll gemachtes Booklet mit einigen Interviews (Mick Ford, G.M.Halmer, u.a.) und Inhaltsangabe bei.
Trotz einiger Abstriche von mir fünf Punkte, schon allein für die lang ersehnte Veröffentlichung ansich.
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